Weihnachtskonzert der St. Marien-Domkantorei am zweiten Weihnachtsfeiertag

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Weihnachtskonzert St. Marien-Domkantorei 2013Am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag um 17.00 Uhr fand wie in jedem Jahr das tra­di­tio­nel­le Weih­nachts­kon­zert im St. Mari­en-Dom statt. In die­sem Jahr erklan­gen Wer­ke von Diet­rich Bux­te­hude und Hein­rich Schütz. Unter der Lei­tung von KMD Georg Popp san­gen der Kin­der­chor, die Kin­der- und Jugend­kan­to­rei sowie die St. Mari­en-Dom­kan­to­rei Fürs­ten­wal­de mit den Solis­tin­nen Ulri­ke Popp (Sopran), Phil­ipp Popp (Tenor) und KMD Georg Popp (Evan­ge­list). Beglei­tet wur­den die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger von einem Orches­ter Ber­li­ner und Bran­den­bur­ger Musi­ker, die Orgel spiel­te Win­fried Nowak, die Trom­pe­ten Dr. Chris­ti­an Benz und Johan­nes Benz.

Das Magnificat im Stundenbuch des Herzogs von Berry, Bildquelle: Wikimedia Commons, the free media repository

Das Magni­fi­cat im Stun­den­buch des Her­zogs von Ber­ry, Bild­quel­le: Wiki­me­dia Com­mons, the free media repo­si­to­ry

Das "Magni­fi­cat" (Lob­ge­sang der Maria nach Lukas) in der Ver­to­nung des nord­deut­schen Kom­po­nis­ten Diet­rich Bux­te­hude (Lübeck) eröff­ne­te die­ses Kon­zert.
Der Evan­ge­list Lukas berich­tet, wie Maria weni­ge Tage nach der Ver­hei­ßung der Geburt des Got­tes­soh­nes durch den Engel Gabri­el ihre Ver­wand­te Eli­sa­beth besucht (Lukas 1,39–56). Bei der Begrü­ßung wird Eli­sa­beth vom Hei­li­gen Geist erfüllt und preist Maria und ihr Kind. Dar­auf stimmt Maria einen Lob­ge­sang an (Lukas 1,46–55), der nach dem Anfangs­wort der latei­ni­schen Fas­sung "Magni­fi­cat" heißt. Hier der latei­ni­sche Text und die deut­sche Über­set­zung von Mar­tin Luther (Quel­le: Wiki­pe­dia):

Latein Über­set­zung nach Mar­tin Luther
Magni­fi­cat ani­ma mea
Domi­num,
et exsul­ta­vit spi­ri­tus meus
in Deo salu­t­a­ri meo.Quia respe­xit
humi­li­ta­tem ancil­lae suae.Ecce enim ex hoc
bea­tam me dicent
omnes generationes.Quia fecit mihi magna,
qui potens est,
et sanc­tum nomen eius.Et miser­i­cor­dia eius
a pro­ge­nie in pro­ge­ni­es
timen­ti­bus eum.Fecit poten­ti­am in
bra­chio suo,
disper­sit super­bos men­te
cor­dis sui.Deposuit poten­tes de sede
et exal­ta­vit humiles.Esurientes imple­vit bonis
et divi­tes dimi­sit ina­nes.

Sus­c­epit Isra­el puer­um suum,
recorda­tus miser­i­cor­diae suae.
Sicut locu­tus est
ad patres nostros,
Abra­ham et semi­ni eius
in sae­cu­la.

Glo­ria Patri et Filio
et Spi­ri­tui Sanc­to,
sicut erat in princi­pio
et nunc et sem­per
et in sae­cu­la sae­culo­rum.
Amen.

Mei­ne See­le erhebt
den Herrn,
und mein Geist freu­et sich Got­tes,
mei­nes Heilands.Denn er hat die Nied­rig­keit
sei­ner Magd angesehen.Siehe, von nun an
wer­den mich selig prei­sen
alle Kindeskinder.Denn er hat gro­ße Din­ge an mir getan,
der da mäch­tig ist
und des Name hei­lig ist.Und sei­ne Barm­her­zig­keit wäh­ret immer
für und für
bei denen, die ihn fürchten.Er übet Gewalt mit sei­nem Arm
und zer­streut,
die hof­fär­tig sind
in ihres Her­zens Sinn.Er stößt die Gewal­ti­gen vom Stuhl
und erhebt die Niedrigen.Die Hung­ri­gen füllt er mit Gütern
und lässt die Rei­chen leer.

Er denkt der Barm­her­zig­keit
und hilft sei­nem Die­ner Isra­el auf,
wie er gere­det hat
unsern Vätern,
Abra­ham und sei­nem Samen
ewig­lich.

Ehre sei dem Vater und dem Soh­ne
und dem Hei­li­gen Geis­te,
wie es war im Anfang,
jetzt und immer­dar
und von Ewig­keit zu Ewig­keit.
Amen.

Hier eine Auf­nah­me des "Magni­fi­cat" (zum Star­ten des Vide­os auf das Bild kli­cken):

Magnificat anima deo

Die bei­den anschlie­ßend auf­ge­führ­ten Weih­nachts­kan­ten „In dul­ci jubi­lo“ und „Das neu­ge­borne Kin­de­lein“ stam­men eben­falls aus der Feder Diet­rich Bux­te­hu­des.

In dulci jubilo
Zum Abschluss erklang die "Weih­nachts-His­to­rie" von Hein­rich Schütz, deren ori­gi­na­ler Titel lau­tet: „His­to­ria der freu­den– und gna­den­rei­chen Geburt Got­tes und Mari­en Soh­nes Jesu Chris­ti“.

Weihnachts-Historie

Hier eini­ge bild­li­che Impres­si­on des dies­jäh­ri­gen Weih­nachts­kon­zer­tes:

Ein Kommentar

  1. Stephan Westphal

    Lie­be Chor­sän­ge­rin­nen und Chor­sän­ger der St.Marien-Domkantorei!
    Ganz herz­li­chen Dank für die Mit­wir­kung beim Neu­jahrs­kon­zert 2014 des Fürs­ten­wal­der Kam­mer­or­ches­ters! Mit beein­dru­cken­der Emo­tio­na­li­tät gestal­te­ten Sie die fünf Cho­rä­le aus dem Weih­nachts­ora­to­ri­um und setz­ten damit einen Akzent der weih­nacht­li­chen Bot­schaft für das neue Jahr. Ger­ne über­neh­me ich ein Zitat einer Chor­sän­ge­rin: "Wir haben die Cho­rä­le nicht gesun­gen, wir haben sie gelebt".

    Herz­li­che Grü­ße vom Kam­mer­or­ches­ter
    Win­fried Nowak
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