Kartenvorverkauf für das nächste Chorkonzert der St. Marien-Domkantorei mit dem Titel „Singet dem Herrn“ hat begonnen

Konzert Bach-Motetten am 18.10.2014Das große Chorkonzert mit dem Titel „Singet dem Herrn“ am Samstag, 18. Oktober um 17.00 Uhr im Dom St. Marien, Fürstenwalde/Spree wirft seine Schatten voraus. Der verbilligte Kartenvorverkauf ist ausschließlich im Getränkehaus Mord (Mühlenstraße; Montag Ruhetag) und bei KMD Georg Popp eingerichtet. Restkarten sind an der Abendkasse ab 16.00 Uhr erhältlich. Der Preis einer Eintrittskarte liegt zwischen 5,- und 15,- Euro, es werden die bei uns üblichen Ermäßigungen gewährt.

Johann Sebastian Bach komponierte vier doppelchörige Motetten, meistens als Auftragskompositionen betuchter Leipziger Bürger zu Begräbnissen. Diese Motetten sind für zwei selbständige vierstimmige Chöre komponiert, Bach hat bei Aufführungen nachweislich oft auch jedem Chor eine eigene Instrumentengruppe zugeordnet. Als der berühmte Wolfgang Amadeus Mozart bei einem Besuch in Leipzig die Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ hörte, war er so begeistert und fasziniert, dass er sich eine Partiturabschrift erbat, die noch heute im Archiv in Salzburg aufbewahrt wird. 

J.S. BachVon den vier Motetten erklingen in Fürstenwalde zu Beginn „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“, in der Mitte des Konzertes (nur mit einem Doppelquartett gesungen und mit Basso Continuo begleitet) „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ sowie als grandioser Schlusspunkt „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Die vierte Motette würde zeitlich und auch kräftemäßig den Rahmen sprengen („Komm, Jesu, komm“) und soll zu einem späteren Zeitpunkt erarbeitet und aufgeführt werden. Damit die Chorsänger auch einmal verschnaufen können, wird nach der ersten Motette die Sopran-Solokantate BWV 52 „Falsche Welt, dir trau ich nicht“ aufgeführt. Als Einleitungs-Sinfonia (rein instrumental) verwendet Bach hier den ersten Satz des ersten Brandenburgischen Konzertes, welchen er noch mit den Holzbläsern erweitert.
Schon vor Jahren hat unsere damals noch zahlenmäßig größere Kinder- und Jugendkantorei die beiden Motetten „Singet dem Herrn“ und „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ mit viel Freude gesungen. Alle Chorsänger stellen sich den hohen Anforderungen mit vielen zusätzlichen Sonderproben, in denen auch die Freude über diese schier unglaublichen Kompositionen, Höhepunkt des barocken kontrapunktischen Schaffens, wächst.

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