Chronik

Chorchronik zum Hören

Hier kann eine Chorchronik der St. Marien-Domkantorei angehört werden, die dem langjährigen Leiter der Kantorei, Herr KMD i.R. Wolfgang Kahl anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand am 19.September 1993 gewidmet wurde (die teilweise beschränkte Tonqualität bitten wir zu entschuldigen – es handelt sich teilweise um sehr alte Aufnahmen).

Chorchronik zum Hören    Chorchronik zum Hören, Gesamtlänge 2h 56 min

Chorchronik zum Lesen

(Nach einem Text von Herrn KMD i.R. Wolfgang Kahl, mit freundlicher Genehmigung entnommen der „Festschrift zur Wiedereinweihung des St. Marien Domes zu Fürstenwalde“, 1995)

Die Anfänge

Dom vor 1909

Dom vor 1909

Leider ist uns über die Chormusik der frühen Zeit des Fürstenwalder Domes so gut wie nichts berichtet  bzw. an Berichten erhalten. Gegeben hat es sie ganz gewiss. Mehr wissen wir aus dem 19. Jahrhundert: Schulkinder waren für die Chorgesänge im Gottesdienst zuständig. Um vielfältigere Möglichkeiten zu haben, wurden Männer angeworben, die daneben auch einen selbständigen Männerchor bildeten. Noch später erweiterte man den Chor um Frauenstimmen. Man sang zusammen, trennte sich wieder, es gab Höhepunkte mit kirchenmusikalischen Aufführungen größerer Werke und mit zeitweilig über hundert Mitgliedern, aber es war nie von langer Dauer.

1885 gründete Kantor Rautenberg einen gemischten Chor, den Domkirchenchor. Unter Rautenbergs Leitung erreichte der Chor einen hohen Leistungsstand und große Mitgliederzahlen. So bekannte Oratorien wie Haydns „Schöpfung“ und „Jahreszeiten“ oder Mendelssohns „Elias“ konnten aufgeführt werden. Dennoch setzte um die Jahrhundertwende wieder ein Schrumpfungsprozess ein. Zwei Jahre vor seinem Tod übergab Rautenberg als schwerkranker Mann Chorleitung und Organistenamt 1913 an Kantor Friedrich Adam.

Der Chor in der Zeit von 1913 bis 1952

Kantor Friedrich Adam hatte die schwere Aufgabe, den Chor über die Jahre des 1. Weltkrieges hinweg zu erhalten.  Nach 1920 führte er den Chor wieder zu Höhepunkten mit der Aufführung von Oratorien. Sein Nachfolger war Gustav Adolf Oeser, dessen Stärke wohl im Orgelspiel lag.

Christnacht 1938

Christnacht 1938

Er übernahm 1933 „im Jahr des Aufbruchs der Nation“ (so war seinerzeit in einem Zeitungsartikel zu lesen) den Chor. Überliefert sind aus dieser Zeit Zeitungsartikel über die Feiern und das Festkonzert zum fünfzigjährigen Bestehen des Chores. Gelitten hat er in diesen Jahren jedoch ganz sicher unter der Spaltung der Kirche in Bekennende Kirche und Deutsche Christen und unter den Auswirkungen des 2. Weltkrieges.

Programm Adventsmusik, Dezember 1951

Programm Adventsmusik, Dezember 1951

Unter heute unvorstellbaren Bedingungen nahm die Arbeit des Kirchenchores nach dem Ende des 2. Weltkrieges unter der Leitung des Musiklehrers Edwin Hoffmann, den man um diesen Dienst gebeten hatte, ihren Fortgang. Der Dom, Heimat und Sitz des Chores, war zerstört, man hatte keinen Probenraum, keine Noten mehr, man hungerte und fror, Männerstimmen waren rar. Aber man kam zusammen (in der Privatwohnung Hoffmanns), man schrieb Noten aus aufgefundenen Einzelexemplaren ab, man sang in Gottesdiensten und es kam sogar zu einigen gesonderten Geistlichen Abendmusiken.

Die Kantorei über 40 Jahre unter der Leitung von KMD i.R. Wolfgang Kahl (1952 bis 1994)

Einführung Pfr. Bräuer im September 1948 in der Domruine

Einführung Pfr. Bräuer im September 1948 in der Domruine

Ab Januar 1952 übernahm KMD i.R. Wolfgang Kahl als erster hauptamtlicher Kirchenmusiker der St. Marien-Domgemeinde Fürstenwalde die Leitung des Kirchenchores, aus dem sich dann die Kantorei in heutiger Gestalt entwickelte,  und lenkte seine Geschicke mehr als vier Jahrzehnte lang.

Die Jahre 1952 bis 1960 waren damit ausgefüllt, den Chor im liturgisch nun reicher gestalteten Gottesdienst (Evangelisches Kirchengesangbuch und neue Agende wurden eingeführt) fest zu verankern, neue Mitglieder zu gewinnen, das Repertoire zu erweitern, Noten zu beschaffen (wobei noch immer sehr viel abgeschrieben werden musste), in Geistlichen Abendmusiken Kantaten und Motetten aller Stilepochen darzubieten, daneben Musikalische Vespern, die liturgisch strenger geprägt und zur Ausführung nur bescheidene Mittel erforderten, einzurichten und einen Bläserchor zu gründen. Auch der Kinderchor, der gleich nach Kriegsende von Pfarrer Bräuer gegründet worden war, dann aber mit dessen zunehmender pfarramtlicher Inanspruchnahme stark zurückging, sollte wieder ins Leben gerufen werden.

Dieser Kinderchor sollte ebenfalls gottesdienstliche Aufgaben bekommen und sich im Kurrendesingen betätigen, das besonders vor Weihnachten immer größere Ausmaße annahm und sich bei Chorkindern und bei den besuchten Alten und Kranken großer Beliebtheit erfreute. Aus diesen Jahren ragt als Ereignis besonders die Orgelweihe am 7. Juni 1953 heraus (bis dahin hatte die Domnotkirche noch keine Orgel), bei der als Höhepunkt erstmals eine Kantate von Johann Sebastian Bach (BWV 17 „Wer Dank opfert, der preiset mich“) aufgeführt wurde. Schwierigkeiten wie Männerstimmenmangel und ständiger Raumwechsel blieben zunächst weiterhin Begleiter des Chores. Der Kinderchor hatte besonders unter Bedrängungen und Behinderungen durch manche Schuldirektoren und Lehrer zu leiden. So ging seine Mitgliederzahl wieder zurück.

St. Marien-Domkantorei, 1966

St. Marien-Domkantorei, 1966

Im folgenden Jahrzehnt, also von 1960 bis 1970, häuften sich außergewöhnliche Ereignisse. Im Februar 1960 konnte das erste Oratorium aufgeführt werde („Judas Makkabäus“ von Georg Friedrich Händel). Unvergessen sind bis heute die enorme Anstrengung und Leistung des Chores, die vielen Menschen, die z.T. an Türen und Fenstern lauschten, weil sie in der Kirche keinen Platz mehr finden konnten und die Erleichterung über das Gelingen, das zuvor von wichtigen Vertretern der Gemeindeleitung angezweifelt worden war. Eine große Anzahl der bekannten Oratorien, Messen und Passionen gelangte von nun an regelmäßig zur Aufführung. 1960 wurde auch die Spatzengruppe gegründet, in der Kinder im Vorschulalter singend, spielend und tanzend auf die Kinderchorzeit vorbereitet werden sollten. Die Spatzengruppe wurde Muster und Vorreiter für viele Chöre und auch außerkirchliche Einrichtungen. Von nun an wuchs auch der Kinderchor wieder.

Programm "Weihnachtsoratorium", St. Marien-Domkantorei, 1966

Programm „Weihnachtsoratorium“, St. Marien-Domkantorei, 1966

Ebenfalls 1960 war Fürstenwalde und besonders der Chor der Domgemeinde Gastgeber des Brandenburgischen Kirchenchortages. Aus einer Notlage heraus wurde 1964 erstmals eine Wochenendrüste durchgeführt. Das Ergebnis, die Freude, die Stärkung der Gemeinschaft waren so groß, dass es von nun an jährlich mindestens eine solche Rüste gab . Der Kinderchor führte dies ebenfalls ein. Die meisten Rüsten fanden im geliebten Jugendheim Hirschluch statt. Der Rundfunk engagierte den Chor 1968 erstmals zur Gestaltung einer Rundfunkmorgenfeier. Von den eben genannten Oratorienaufführungen seien drei besonders erwähnt. Am 1. Advent 1961 erklang erstmals in Fürstenwalde Bachs „Weihnachtsoratorium“. Welch ein Jubel und welch eine Stärkung von Sängern und Hörern wenige Monate nach dem Mauerbau!

Im Mai 1968 war es Haydns „Schöpfung“, die in der größeren, akustisch viel günstigeren Katholischen Kirche St. Johannes zur Aufführung kam. Der Klang und der optische Eindruck (die große Zahl der Mit-wirkenden in den Strahlen der durch die Fenster hereinbrechenden Sonne) begeisterten alle Besucher. Auch die ökumenischen Beziehungen gewannen ungemein und weiteten sich zu Freundschaften der beiden großen Kirchengemeinden aus.

Ganz anders aber war es ein Jahr später, als der Rat des Kreises eine Aufführung von Bachs „Johannespassion“ verbot, ausgesprochen in einem sogenannten Gespräch zwischen vier staatlichen Funktionären und Kantor Kahl. Chor und Kantor missachteten jedoch dieses Verbot und die Aufführung rief mehr Zuspruch hervor, als je eine Aufführung zuvor.

KMD i.R. Wolfgang Kahl mit der Kinder- und Jugendkantorei

KMD i.R. Wolfgang Kahl mit der Kinder- und Jugendkantorei

Die Entwicklung zur Kantorei, wie sie heute besteht, vollzog sich in den Jahren von 1970 bis 1980. 1970 fand die ersten Chorreise des Kinderchores statt. 42 Kinder reisten in den Sommerferien an die Ostsee, kampierten in einem Pfarrhaus, gaben Konzerte in den Bäderkirchen und gestalteten Gottesdienste. Der Erfolg war in jeder Hinsicht (chorisch, Freude, Gemeinschaft) überwältigend. Es folgten unzählige weitere Reisen, die ersten 20 innerhalb der DDR, da Grenzüberschreitungen nicht möglich waren. Die Teilnehmerzahlen stiegen, aus dem Kinderchor wurde die Kinder- und Jugendkantorei, da mit den Jungen Männerstimmen heranwuchsen. Die Kinder- und Jugendkantorei wurde zum Kraftquell vieler junger Menschen und trug wesentlich zu deren Persönlichkeitsbildung bei. Die Kantorei wurde für weitere Rundfunkaufnahmen verpflichtet, an der Ausführung regelmäßiger Bachkantatengottesdienste in der Berliner Sophienkirche beteiligt und war 1976 abermals Gastgeber des besonders gut besuchten Brandenburgischen Kirchenchortages, bei dem sie den Gottesdienst mitgestaltete, die Kinder- und Jugendkantorei ein eigenes Konzert gab und beide Chorgruppen das „Deutsche Requiem“ von Brahms aufführten.

Eine große Zahl namhafter Solisten, Berliner Orchestermusiker und Studenten kam immer wieder gern zur Mitwirkung der vielfältigen Fürstenwalder Kirchenmusiken. All dies hatte zur Folge, dass die Kirchenmusikerstelle der Fürstenwalder Domgemeinde zur A- Stelle erhoben wurde.

In den Jahren 1980 bis 1994 – in diesem Jahr wechselte KMD Wolfgang Kahl in den Ruhestand – war die Kantorei an allen regionalen und Kreiskirchentagen beteiligt, wobei die Gestaltung des Schlussgottesdienstes des großen Frankfurter Kirchentages zum Lutherjahr 1983 mit dem Bewegungsspiel zum Thema „Vertrauen wagen“ besonders bemerkenswert war. Ebenfalls herausragend war die Durchführung eines Bachkantatengottesdienstes in der Frankfurter Gertraudenkirche, eine Veranstaltung im Rahmen des internationalen Bachfestes 1984. Im Herbst 1985 wurde das hundertste Jubiläum des Chores mit einem Treffen ehemaliger Choristen, einem Festgottesdienst und der Aufführung der Messe C-Dur von Beethoven gefeiert. Im August 1986 fand erstmalig das Abschlusskonzert der Chorfahrt der Kinder- und Jungendkantorei in der Domruine statt. Unvergesslich: Steine, Trümmer, Vergänglichkeit und dazwischen 85 junge, musizierende Menschen. Zeichen der Hoffnung! Dieser Brauch wurde beibehalten. Schon beim Weihnachtssingen 1986 wur­de der Startschuss für die Dombaukonzerte gegeben, die die Musikalischen Vespern ablösten und für die sich namhafte Künstler neben den Chören, Bläsern und einheimischen Kräften kostenlos zur Verfügung stell­ten. Mit Chorfahrtkollekten und Kassettenverkäufen wurden so rund einhunderttausend Mark eingespielt.

Generalprobe der Domkantorei zum "Paulus" am 18. September 1993

Generalprobe der Domkantorei zum „Paulus“ am 18. September 1993

Mit dem Fall der Mauer gab es so manche Veränderung: Die Presse nahm nun Notiz von der Kirchenmusik, es gab Wer­bemöglichkeiten, die Chorreisen führten auch in die alten Bundesländer, wo die jungen Sänger große Aner­kennung fanden und 1992 trat auch die Kantorei eine Reise nach Holland an, die ein großer musikalischer und menschlicher Erfolg wurde.

Und weitere Mauern fielen. Im Februar 1992, wurde der Kantorei ein ganz anderer Erfolg zuteil: die Kinder- und Jugendkantorei darf das Konzert zum 50. Todestag der Geschwister Scholl im gleichnamigen Gymnasium mitgestalten. Noch wenige Jahre zuvor wäre es undenkbar gewesen, dass die Kantorei in einem nichtkirchlichen Raum singen darf. Doch nach dem Fall der Grenzen in Deutschland fielen langsam auch andere Grenzen. KMD Wolfgang Kahl erinnert sich in seinem Buch „Wer sich die Musik erkiest“, erschienen 2008, an dieses bewegende Konzert:

Artikel Märkische Oderzeitung 11.03.1993

Artikel Märkische Oderzeitung 11.03.1993

„Ganz besonders beeindruckend war aber der Auftritt im Gymnasium ‚Geschwister Scholl‘ in Fürstenwalde. Zur 50. Wiederkehr des Todestages der Geschwister Scholl sollte eine Gedenkveranstaltung mit Lesungen und Musik stattfinden. Der Direktor der Schule, Dr. Günther Krebs, der selbst einmal Mitglied unseres Kinderchores und der Kantorei war und heute als Pensionär wieder mitsingt, wünschte sich sehr, dass unser Kinder- und Jugendchor mitwirken möge. Nur zu gern taten wir ihm den Gefallen. Da aber die Bühne der Aula der Schule zu klein für unsere große Schar und die vielen Instrumente war, fanden wir die Lösung, dass der erste Teil der Veranstaltung in der Aula sein sollte und der zweite Teil mit uns im Hausflur. Nun mussten die Besucher zwar umziehen, aber der Platz im Flur vor der Aula war groß und akustisch ideal. Es sang sich wunderbar, die Besucher waren begeistert, der Direktor strahlte. Zwei Jahre zuvor wäre so etwas unmöglich gewesen, ein kirchlicher Chor in einer staatlichen Schule, unsere Gymnasiasten hätten früher nicht allzu viel Aufhebens von Ihrer Mitgliedschaft in unserem Chor machen dürfen. Das war nun alles ganz anders.“

Die Kinder- und Jugendkantorei darf das Konzert zum 50. Todestag der Geschwister Scholl im Jahre 1992 im gleichnamigen Gymnasium mitgestalten (Bildmontage)

Die Kinder- und Jugendkantorei darf das Konzert zum 50. Todestag der Geschwister Scholl im Jahre 1992 im gleichnamigen Gymnasium mitgestalten (Bildmontage)

Am 18. September 1993 gelangte anlässlich des Dienstendes des langjährigen Kantors KMD Wolfgang Kahl in der „Baustelle Dom“ das Oratorium „Paulus“ von Mendelssohn zur Aufführung. Die tief beeindruckten vielen Besucher kamen trotz der niedri­gen Temperaturen auch zum Abschiedsgottesdienst mit reicher chorischer Gestaltung noch einmal in den Dom.

KMD i.R. Wolfgang Kahl

Die Festrede von Herrn KMD i.R. Wolfgang Kahl anlässlich des 111. Chorjubiläums der St. Marien-Domkantorei Fürstenwalde kann durch Klick auf das Bild aufgerufen werden.

Im Jahr September 1996 begeht die Dom-Gemeinde festlich das 111. Chorjubiläum der St. Marien-Domkantorei. Zu diesem Anlass hält der langjährige Kantor der St. Marien-Domkantorei, Herr KMD i.R. Kahl eine denkwürdige Festrede, in der die Geschichte des Chores auf besondere und tief emotionale Weise für die Zuhörer erlebbar nachgezeichnet wird. Der Wortlaut dieser Rede kann hier nachgelesen werden.

Die Kantorei von 1994 bis zur Gegenwart

Am 1. April 1994 trat Georg Popp die Nachfolge des Domkantors KMD i.R. Wolfgang Kahl an. KMD Georg Popp ist außerdem als Kreiskantor und Kreisposaunenwart des Kirchenkreises Fürstenwalde-Strausberg (Evangelische Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz) tätig.

Die gut aufgebaute Kantoreiarbeit wird bis heute kontinuierlich weitergeführt. Hinzu kamen die Leitung des Posaunenchores Fürstenwalde, zeitweise ein kleines Ensemble (9 Personen) ehemaliger Sänger der Kinder- und Jugendkantorei, das sogenannte „Marien-Ensemble“, welches auch immerhin 5 Chorfahrten in der Zeit nach Ostern auf die Beine stellte sowie das Blockflötenensemble „Sonatina“.

Darüber hinaus bot bzw. forderte das einmalige Gebäude „St. Marien-Dom“ eine wesentlich erweiterte Konzert-Tätigkeit, welche sich einerseits an den Bedürfnissen und Nachfragen der Menschen, andererseits an den verschiedenen Fest-Zeiten des Kirchenjahres orientiert. Unter dem Gesichtspunkt der Häufigkeit von kirchenmusikalischen Veranstaltungen ist der St. Marien-Dom mit knapp 50 Konzerten daher an erster Stelle zu nennen.

Seit der Wiedereinweihung des St. Marien-Domes im Jahre 1995 machte sich KMD Georg Popp besonders verdient um den Bau der großen Domorgel, dessen Initiator und treibende Kraft er stets war. Nicht zuletzt Dank seines Engagements konnte am Reformationstag 2005 die Orgel eingeweiht werden. Die Stadt Fürstenwalde verlieh ihm daher im Januar 2006  den „Goldene Rabe“ und Ende 2006 wurde Kantor Georg Popp durch die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz (EKBO) der Titel eines Kirchenmusikdirektors verliehen.

Die Kantorei gliedert sich heute in die St. Marien-Domkantorei, die Kinder- und Jugendkantorei, den Kinderchor, den Spatzenchor und den Posaunenchor. Die  Frau von Herrn KMD Georg Popp, Cornelia Popp, leitet mittlerweile den Spatzen- und den Kinderchor sowie das Blockflötenensemble „Sonatina“.