Bericht vom Konzert „Singet dem Herrn ein neues Lied“ vom 18. Oktober 2014

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Konzert Bach-Motetten am 18.10.2014

Im Rahmen eines Konzertes zum bevorstehenden Reformationstag unter dem Titel „Singet dem Herrn ein neues Lied“ sangen und musizierten am 18. Oktober 2014 die St. Marien-Domkantorei, aktive und ehemalige Sängerinnen und Sänger der Kinder- und Jugendkantorei, Ulrike-Magdalena Popp als Solistin, Winfried Nowak an der Orgel und ein Kammerorchester unter der Leitung von KMD Georg Popp im Dom St. Marien, Fürstenwalde/Spree

Eröffnet wurde das Konzert mit einer doppelchörigen Motette von Johann Sebastian Bach mit dem Titel „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ (BWV 226). In dieser Motette begleiten die Streichinstrumente den ersten Chor und Holzbläser den zweiten Chor, wodurch eindrucksvoll verschiedene Klangfarben erreicht werden. Komponiert wurde diese Motette von J. S. Bach anläßlich der Trauerfeier für den im Jahre 1729 verstorbenen Rektor der Thomasschule und Professor für Poetik an der Universität Leipzig Johann Heinrich Ernesti.

Nach dieser doppelchörigen Motette erklang die Bach-Kantate „Falsche Welt, dir trau ich nicht“ (BWV 52) für Sopran, Chor, zwei Hörner, drei Oboen, Streicher und Basso Continuo. An Stelle eines Eingangschores beginnt die Kantate mit einer Sinfona, für die Bach den ersten Satz seines Ersten Brandenburgischen Konzertes in einer Frühfassung nutzte und die daher vielen Zuhörern vertraut war. 

Es folgte die Aufführung der Motette „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ (BWV 228), die von zwei vierstimmig gemischten Chören in kleiner Besetzung (8 Chorsängerinnen – und sänger) und Instrumenten vorgetragen wurde.

Den Abschluss und Höhepunkt des Konzertes bildete die Aufführung der wohl berühmtesten Motette J. S. Bachs „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (BWV 225). Diese eindrucksvolle Motette für zwei vierstimmig gemischte Chöre und Instrumente entstand zwischen Juni 1726 und April 1727. W. A. Mozart, der diese Motette 1789 bei einer Probe der Thomaner zufällig hörte, war so begeistert, dass er sie gründlich studierte und sich eine Abschrift der Partitur erbat.
Die Motette endet mit der groß angelegten vierstimmigen Fuge „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Hallelluja!“, die nicht nur Sängerinnen und Sänger sowie Musiker sichtlich beim Vortrag begeisterte, sondern auch beim Publikum großen Widerhall fand. Nach herzlichem Applaus des Publikums wurden daher der letzte Doppelchor, der jubelnde Lobpreis „Lobet den Herrn für seine Taten“ sowie die Fuge „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ wiederholt und erneut freudig vom Publikum aufgenommen.

Ein Kommentar

  1. Stephan Westphal

    Danke, es ist wirklich eine doppelte Freunde, dort anwesend zu sein und jetzt nachtraglich die schönen Bilder anzuschauen.

    Aranka Boér